Battlefield 3 eröffnet Nebenkriegsschauplatz auf Amazon

Präsentation von "Battlefield 3" auf der E3-Expo 2011. (Foto: Doug Kline; CC-by)
Präsentation von “Battlefield 3″ auf der E3-Expo 2011. (Foto: Doug Kline; CC-by)

Auch wenn der Ego-Shooter “Battlefield 3″ aktuell auf Platz 2 der Verkaufscharts von Amazon steht – ganz spurlos bleibt der Skandal um die Electronic-Arts-Spyware “Origin” nicht: Die Kundenrezensionen zur PC-Version des Spiels haben sich zu einem Nebenkriegsschauplatz entwickelt, auf dem von derzeit 1870 2270 Rezensionen stattliche 1701 2079 “Battlefield 3″ mit nur einem Stern bewerten (aktualisierte Zahlen vom 31.10.2011, 10:40 h). Und in zum Teil sehr deutlichen Bewertungstexten lassen die User keine Zweifel daran, dass das nicht an der Qualität des Spiels liegt. Ein paar Auszüge aus “Battlefield 3: Operation Shitstorm”:

- “Ich hoffe nur, dass diese unverschämte Spyware rechtliche Folgen hat und damit das Ende der Kopierschutz Paranioa und damit von Firmen wie EA bedeutet – unverschämt ist leider viel zu schwach! “

– “BOYKOTIERT dieses Spiel und alle die Origin vorraussetzen, solange bis die Spionage abgestellt wird und die Eula und AGB angepasst sind!”

- “Ich verstehe, dass Spiele auf dem PC einen Kopierschutz brauchen. Aber bei Battlefield 3 wurde eine Grenze überschritten. Dies darf man nicht einfach hinnehmen, dagegen muss etwas unternommen werden! “

- “Im Endeffekt kann ich nur den Rat geben die Finger von Origin und dem Spiel bzw. allen folgenden zu lassen, seid Konsequent.”

- “Schickes Game, aber zum Spielen bitte die Hosen runterlassen, die Vaseline zur Hand nehmen und tief nach vorne beugen.
EA bedient sich dann an der geschaffenen Hintertür, um auszuspähen, was EA eben so interessiert. Es soll ja Leute geben, die das mögen, ich für meinen Teil werde hier wohl passen… “

- “…Ohne Worte! Nach einer check meine Systems mit Process Monitor konnte ich erfreulicher Weise herausfinden, dass Origin meinen SonyEricson PC Suite durchsucht hat und wohl sich wohl meine Nummern, Dokumente + SMS angeeignet hat. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Das drecksprogramm kommt runter und BF3 (geniales game) wird zurückgegebn im Laden! “

- “Ich hatte Origin installiert und leider erst danach rausgefunden, dass Origin schlimmer ist als der Bundertrojaner und die STASI zusammen. (…) Was ich getan habe? BF2 deinstalliert.  BFBC2 deinstalliert. BF3 deinstalliert. Origin deinstalliert.”

Bleibt die Spielergemeinde so konsequent, wie in den Rezensionen mehrheitlich zu lesen ist, dürfte Electronic Arts ein Problem haben. Zu wünschen wäre es.

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten

Update 31.10.2011, 11:15 Uhr: Electronic Arts hat laut Golem.de zwischenzeitlich den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) der Spyware Origin überarbeitet und einige besonders heftig kritisierte Passagen entfernt, etwa den Rechtevorbehalt zur Überwachung der über “die Anwendung stattfindende[n] Kommunikation”. Unverändert behält sich EA aber weiterhin das Recht vor, nichtpersonenbezogene Informationen zu sammeln, “die Ihren Computer (einschließlich IP-Adresse) und Ihr Betriebssystem identifizieren, sowie Informationen über Ihre Nutzung der Anwendung (einschließlich erfolgreicher Installation und/oder Deinstallation), Software, Software-Nutzung und Ihre Hardware-Peripherie” betreffen. Annehmbar wird das EULA dadurch in meinen Augen also noch längst nicht. Und solange der Informationshunger der Software Origin nicht programmiertechnisch eingedämmt wird, sind alle Korrekturen am Lizenzvertrag ohnehin nur Augenwischerei.

One comment

  • 30. Oktober 2011 - 12:10 | Permalink

    EA hat sich noch nie positiv hervorgetan und mir tut es wirklich im Herzen weh, dass sie die gute Arbeit von Dice so in den Dreck ziehen.

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