Online-TV: DuMont zündet dritte Stufe

Rheinblick auf ksta-tvDer kölsche Verlag DuMont Schauberg macht in Sachen Online-TV kräftig Druck: Erst gab’s in Stufe 1 bewegten Einheitsbrei aus der Zoomin-Dose beim Kölner Stadtanzeiger, dann entwickelte Thomas Kemmerer mit seiner Online-Truppe in einer zweiten Stufe ein eigenes Boulevard-Fernsehformat auf EXPRESS.DE – jetzt ist wieder der Stadtanzeiger dran: Seit Mittwoch versorgt eine eigene Internetfernseh-Redaktion aus Diplom- und Online-Journalisten die Webgemeinde mit lokalen und regionalen Nachrichtenvideos:

Das Herzstück des neuen “žksta-tv” ist “žrheinblick” – eine moderierte Nachrichtensendung, die über lokale und regionale Ereignisse berichtet. Aktuelle Videos oder Fotos, das regionale Wetter und Termin-Tipps für Kurzentschlossene werden von Montag bis Freitag ab 16 Uhr ins Netz gestellt. Die Dauer der Nachrichtensendung beträgt rund vier Minuten.


Neben der Nachrichtensendung “Rheinblick”, die von Theda Holzbach und Frank Stentenbach moderiert wird, wird es auf ksta-tv (www.ksta.tv) noch drei weitere Video-Formate geben, die einmal wöchentlich aktualisiert werden: Ein Video-Blog, in dem Christoph Hoffmann “Geschichten mitten aus dem Alltag – die trotzdem nicht alltäglich sind” erzählt, aktuelle Video-News vom 1. FC Köln und die wöchentliche Umfrage “Was denkt Köln?”.

Ein kurzer Check der ersten beiden Beiträge: ksta-tv bietet tatsächlich schon ganz ordentlich eigenes Videomaterial – woran es “drüben” bei EXPRESS-TV zu Anfang ja noch haperte, weshalb man mit Zooms auf Fotos Bewegung eigentlich nur vorgaukelte. Der Ton klang am Montag, als ich in der Redaktion einen ersten Blick auf ksta-tv geworfen habe, ziemlich blechern und wie übers Telefon aufgenommen und auch die fehlende Sprechererfahrung der Moderatoren war deutlich rauszuhören. Wie das bei den aktuellen Beiträgen klingt, kann ich gerade nicht überprüfen – die Kiste, an der ich hier sitze, hat allen Ernstes keine Lautsprecher…

Auf jeden Fall nimmt DuMont in Sachen Online-TV schon so etwas wie eine Vorreiterrolle ein: Bei Springer soll es erst Anfang 2007 mit eigenen Videoinhalten im Internet losgehen und selbst die großen überregionalen News-Seiten setzen noch voll auf das Reuters’sche Videomonopol.

Bei onlinejournalismus.de führt Fiete Stegers einige Beispiele an, wie niederländische Zeitungen Videomaterial in ihren Online-Auftritten einsetzen.

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