Feb20.

In Köln geht's ab – nur die Post nicht

Briefkasten (Foto: Pixelquelle)Mich beschleicht allmählich das Gefühl, dass die Briefkästen hier in Köln etwas gegen mich haben. Oder ich bin zu blöd, sie zu benutzen. Wahrscheinlicher ist letzteres. Grad ist mir nämlich folgendes passiert (und das ist eigentlich so peinlich, dass man es nicht auch noch freiwillig bloggen sollte):

Auf dem Rückweg vom Spätdienst wollte ich noch schnell drei Briefe einwerfen, die ich schon seit Tagen mit mir rumtrage. Also am Chlodwigplatz raus aus der Bahn und durch leidlich heitere, dafür aber umso angeheitertere Jecken bis zur Post durchgeboxt. Noch gewundert, warum sich der Deckel vom Briefkastenschlitz nicht bewegen lässt. Mir fast die Hand gebrochen, um die Briefe doch irgendwie ins Innere des gelben Blechkastens zu bugsieren. Ernüchterung verspürt beim abschließenden Blick auf die Leerungszeiten:

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Feb18.

Sponsored Blogging

Auch wenn die Versuchsballons Opelblogger und Braunebrauseblogger aus allen Rohren unter Beschuss genommen wurden – jede Wette, dass wir schon bald immer öfter über bezahlte Blogbeiträge stolpern werden. Die Nachfrage seitens der Marketing-Maschinerie ist definitiv da. Schön zu sehen an den jetzt auch aus deutschsprachigen Böden sprießenden Plattformen, die Unternehmen und Blogger zusammenführen wollen.

Neuester Anbieter ist Blogpay.de, dessen Pressemitteilung heute reinflatterte:

[...]

Blogpay fungiert als Vermittler zwischen Blogbetreibern und Werbekunden. Dabei spielen Größe und Thema des Blogs keine zentrale Rolle: Jedes Angebot mit einem konstanten Besucherfluss und regelmäßigen Updates kann sich qualifizieren.

Klassische, im Blogumfeld eher unbeliebte Werbemittel wie Banner oder Pop-Ups werden bei Blogpay durch “žKontext-Placement” ersetzt. Beispiel: Ein Musikblog könnte im Rahmen seiner täglichen Berichterstattung eine Kritik zu der CD X veröffentlichen, was vom jeweiligen Musikverlag entlohnt wird. Um den journalistischen Anspruch zu wahren, muss die Berichterstattung selbstverständlich unabhängig und unbefangen erfolgen.

[...]

Konkurrent Trigami (Launch am 31.1.07) hat sich das gleiche Geschäftsziel gesetzt – und um die Ernsthaftigkeit der Bemühungen zu unterstreichen, hat sich das Baseler Startup erst vor ein paar Tage den Mitbewerber BlogSense einverleibt. Eine der ersten Blog-Kampagnen organisierte Trigami gerade für die Medien-Tauschbörse Hitflip – mit durchwachsenem Erfolg, wie sowohl im Hitflip-Blog als auch im Trigami-Blog nachzulesen ist.

Ich stehe diesem Sponsored Blogging ja eher skeptisch gegenüber. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass sich Blogger, die sich gegen Incentives aller Art vor den PR-Karren spannen lassen, immer auch den Vorwurf gefallen lassen müssen, einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit verkauft zu haben. Ganz egal, wie transparent die bezahlte Bloggerei am Ende auch gerät – ein bisschen G’schmäckle wird dem Bloggen gegen Cash immer anhaften. Da muss man dann Kosten und Nutzen schon sehr sorgfältig abwägen.

Feb9.

Social Bookmarks: Die ZEIT ist reif. Alle anderen auch

Ich habe ihn wohl überhört, aber er muss definitiv diese Woche gefallen sein: Der Startschuss zur Einbindung von Social-Bookmark-Diensten auf deutschen News-Sites.

Vermutlich im Zuge der Beteiligung von Holtzbrinck Ventures an der Social-News-Plattform Webnews bietet die zum Holtzbrinck-Verlag gehörende ZEIT online seit Dienstag die Möglichkeit, Artikel mittels Button bei Webnews, Mr. Wong oder del.icio.us zu verlinken.

Social Bookmarks bei ZEIT.de (Screenshot: ZEIT.de)

Auch beim Handelsblatt (ebenfalls Holtzbrinck) darf seit dieser Woche gebookmarkt werden. Interessanterweise hier aber nur bei Webnews.

Social Bookmarks beim Handelsblatt (Screenshot: Handelsblatt.de)

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Feb8.

Wen der Google/YouTube-Deal reich gemacht hat

Notiz an mich selbst: In den nächsten Monaten dringend irgendein hippes Webzwonull-Portal aus dem Boden stampfen und anschließend an Google verhökern.

Warum ich die olle Kamelle wieder ausbuddel? Weil die US-Börsenaufsicht SEC gerade ein Dokument veröffentlicht hat, das im Detail verrät, wer wieviel an dem 1,65 Milliarden Dollar schweren Deal verdient hat. Von den Gründern Chad Hurley und Steve Chen bis hin zur Putzfrau. Einfach selbst beim Manager Magazin nachlesen – kann die Zahlen hier nicht wiederholen, weil mir das die Tränen in die Augen treiben würde.

Feb7.

39 Fragen an Don Alphonso… [UPDATE]

… aber keine wird beantwortet? Grad kam ein “News Alert” von Google auf meinen virtuellen Schreibtisch geflattert:

Don Alphonso: Bloggen für Anfänger
Netzeitung – national,Germany
Bei «Rebellen ohne Markt» und in der «Blogbar» findet man ihn
regelmäßig, manchmal besucht er auch andere Blogs und hinterlässt
deutliche Spuren. …
<http://www.netzeitung.de/feuilleton/39fragen/521214.html>

Na hallo, ein Interview mit Klein-Bloggersdorfs Investigativ-Blogger Nr. 1, der tief in die faulgasigen Brackwasser-Sümpfe des StudiVZ eintauchte, um mit meist fäkalistisch angehauchten Militär-Metaphern immer neue Schwachstellen des Facebook-Klons bloßzustellen? Könnte doch spannend zu lesen sein. Nur – der Link ist tot:

Der von Ihnen aufgerufene Artikel befindet sich nicht mehr im Archiv der Netzeitung. Bei weiteren Problemen kontaktieren Sie bitte unsere Produktionsredakteure.

Anscheinend hat die Netzeitung den Text wieder von der Seite genommen, Google-News spuckt wenigsten noch das hier aus:

39 Fragen: Don Alphonso in der Netzeitung. Oder doch nicht? (Screenshot: Google News)

Stand was drin, was Rainer Meyer bzw. seinem Alter Ego Don Alphonso nicht in den Kram passte? Vielleicht fand er ja das mit den mäandernden Frauen-Geschichten nicht so lustig…

[Update 7.2.2007 9:55 Uhr] Sieht so aus, als hätten die Kollegen in Berlin einfach nur einen Tag zu früh auf Knöpfchen gedrückt – Seite heute Morgen ist der erste Teil des Interviews online: Don Alphonso: Bloggen für Anfänger. Mal sehen, was er so erzählt, der Alph Donso.

Feb5.

barcamp Frankfurt

barcamp Frankfurt Während sich im briefmarkengroßen DVB-T-Fenster die Bears gegen die Colts abmühen, bastel ich mir mal flugs eine Gedächtnisstütze – damit ich nicht das barcamp in Frankfurt vergesse, das voraussichtlich im März oder April steigen wird. Genauer Termin steht wohl erst fest, wenn die Räumlichkeiten gefunden wurden.

Will ich mir unbedingt mal anschauen, hab’ das erste Mal von diesem Konferenz-Konzept Wind bekommen, als hier in Köln gebarcampt wurde. Wer keine rechte Vorstellung hat, was so ein barcamp überhaupt ist: Im Wiki zum Frankfurter barcamp gibt’s eine ausführliche Erklärung [Update: Oder im Lexikon2 nachlesen - da hab' ich mich selbst an einer Erklärung des Konzepts versucht] und auch eine vorläufige Themenliste. Wer mitmachen will, sollte sich in die Teilnehmerliste eintragen.

Jan22.

StudiVZ will kommunizieren

…und das anscheinend sogar professionell. Warum auch nicht: Leisten können sie es sich inzwischen ja.

StudiVZ sucht Kommunikator (Screenshot:Jobpilot)

Jan22.

Es ist vollbracht!

Bachelor-Arbeit

Klar, dass ich mal wieder bis auf den letzten Drücker dran rumgeschraubt habe. Aber dass ich dann am fristwahrenden Briefkasten des Prüfungsamts feststellen muss, dass mein Umschlag mit drei Ausfertigungen der Arbeit plus drei CD-ROMs knapp einen halben Zentimeter zu dick ist, um durch den Schlitz zu passen, hätte es nun nicht auch noch gebraucht… Wenigstens weiß ich jetzt, wo die Poststelle der FH ist.

Okay, wie heißt’s in meinem Lieblingssport so schön: One down, two more to go!

Jan20.

Alles Kyrill, oder was? [UPDATE]

Alle Achtung, da haben die SpOn-Leser ja ein paar eindrucksvolle Fotos vom Super-Orkan “Kyrill” gemacht.

Leserfoto vom Orkan Kyrill? (Screenshot: Spiegel Online)

Eindrucksvoll vor allem, wie es SPIEGEL-ONLINE-Leser Jan Christian Ohlsen am 19.1.2007 “auf der Nordsee vor Vlissingen” gelungen ist sein soll (siehe auch den unter dem Namen “Jan Christian Ohlsen” geposteten Kommentar), eine Fotoserie zu schießen, die einer bereits zehn Tage vor “Kyrill” gediggten Fotoserie bis aufs Pixel gleicht:

Alles Kyrill, oder was? (Foto: knuttz.net)

[Update 21.1.2007, 23:00 h] SpOn hat reagiert und die Fotos entfernt:

Anmerkung der Redaktion: Die ursprünglich hier abgebildeten Fotos wurden uns von einem Leser unter dem Namen Jan-Christian Ohlsen zugemailt. Sie stammen indes nicht aus dem Orkan Kyrill, sondern wurden bereits vor längerer Zeit aufgenommen. Wir haben die Bilder daher entfernt und bitten um Entschuldigung.

Jan15.

News Blog Award

Soso, CNN International und das französische Centre de Formation des Journalistes (CFJ) haben einen Preis für das beste Nachrichten-Blog von Journalistik-Studenten ausgeschrieben, den “News Blog Award”. Wer kann mitmachen?

The awards are given to all students who are under 30 years of age on December 31st, 2006, and currently studying journalism at a university or school of journalism in country within the European Union.

Okay, da falle ich leider schon altersmäßig durchs Raster. Aber was soll denn dieser Zusatz?

The blogs, which can be in French or English [...]

Warum sind denn bitte deutschsprachige Blogs ausgeschlossen? Immerhin ist Deutsch (30%) gleich nach Englisch (47%) die am meisten gesprochene Sprache in der EU und liegt deutlich vor Französisch (23%). Und wenn man sich mal nur die Muttersprachler anschaut, liegt Deutsch mit 18 Prozent sogar ganz vorne (Englisch: 13 Prozent, Französisch: 12 Prozent).

Vielleicht können darauf die beiden deutschsprachigen Juroren Marco Schütz und Hans Helmut Kohl von der Frankfurter Rundschau mal ganz dezent hinweisen. Irgendwie schwachsinnig, einen Preis für europäische Studenten auszuloben, wenn der zweitwichtigste europäische Sprachraum außen vor bleiben muss.

Via jepblog

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