
“Mess with the best”- miss dich mit den Besten – fordern die Elite-Soldaten des legendären United States Marines Corps ihre Gegner siegessicher auf. Eine Losung, die durchblicken lässt, wie gefährlich nahe manchmal ein gesundes Selbstbewusstsein der Grenze zum Größenwahn kommen kann. Ein Zustand, den wiederum nicht nur Spezialeinheiten der Armee kennen, sondern der auch dem ein oder anderen Verfasser von Pressemitteilungen vertraut vorkommen dürfte. Womit wir eigentlich bei der Eins.de GmbH und deren Presseaussendungen wären.
Zuvor jedoch ein kleiner Exkurs: In Kürze (Nachtrag: Inzwischen verkündet, siehe offizielles OpenSocial-API-Blog) will die “OpenSocial”-Allianz, ein Zusammenschluss von Networking-Plattformen wie LinkedIn, Friendster und auch dem deutschen Xing unter der Führung von Google, Standards für insgesamt drei offene Programmierschnittstellen (API) vorstellen, mit denen zusätzliche Anwendungen von Drittanbietern an die Netzwerke angeflanscht werden können und die den Datenaustausch der Plattformen untereinander ermöglichen sollen. Eine Kampfansage an Facebook, das eine solche offene Schnittstelle zwar bereits anbietet, allerdings auf das eigene Netzwerk begrenzt. “Wenn das mal keine kleine Revolution ist. Das Internet wird zum Baukastenset”, kommentiert das Peter Schink.
“Pah, alles kalter Kaffee”, müssten dagegen nun die Macher der hin und wieder auffälligen Stadtportal-Community Eins.de schreien. Denn schließlich haben die Wiesbadener das soziale Netzwerken nach eigenem Befinden schon vor rund zwei Wochen revolutioniert. Seitdem nämlich können die User der Eins.de-Community
ihre Profile aus anderen Communitys [sic!] in ihren persönlichen eins.de-Steckbrief [...] integrieren.
Wobei “integrieren” in diesem Fall meint: Deeplinks auf beliebige Xing-, StudiVZ- oder Whatever-Profile im eigenen Eins.de-Benutzerprofil speichern. (Mit Betonung auf “beliebige”, denn tatsächlich hindert mich nichts daran, ein anderes als mein eigenes Profil zu verlinken.) Was dann so aussieht: Den ganzen Beitrag lesen »
Tags: API, eins.de, Google, OpenSocial, PR, Pressemitteilung, Soziale Netzwerke


Das Experiment “Redaktionsblog” im Hause Kress darf man wohl getrost als grandios gescheitert betrachten: Erst gab’s zur Begrüßung erwartungsgemäß Gift und Galle vom bayrischen Blogmonarchen, dann erklärten gar die eigenen Leser in beschämender Mehrheit, die kress’schen Blogversuche reichlich “doof” zu finden, und zu guter Letzt watschte selbst der Ex-Chef das Kressblog als “totalgefloppt” ab. Und wozu?
Zu Recht.
Offensichtlich hat man nun auch in der Heidelberger Haberstraße das direkte Duell mit der blauen Konkurrenz verloren gegeben. Heimlich, still und leise haben die Kressies ihr erst im April gestartetes Redaktionsblog aus dem Netz getilgt. Aber auch gleich durch ein neues ersetzt. Statt “Seltsames und Sentimentenales, Gaga-Texte und Medien-Schmonzetten” jetzt also “Games, Digitales und Marketing” mit Kress-Redakteur Marc Bartl als Chefblogger.
“Bartl spielt” haben die Kressies ihren zweiten Blog-Anlauf getauft. Und in der Tat: Wenn man sich die bisherigen PR-verseuchten Beiträge so anschaut, wäre “Bartl bloggt” auch ein fulminanter Fehlgriff eine nicht so gute Idee gewesen. Ob das so was wird mit der Bloggerei bei Kress?
Tags: Blogs, Kress, Kressblog

27. Oktober 2007 | Kommentare deaktiviert
…im Leben eines Katzenbesitzers. Weil wir grad bei Content aus groben Pinselstrichen waren:
[youtube JHNqzmldEi0 nolink]
Tags: Katzen-Content, Video

20. Oktober 2007 | Kommentare deaktiviert
Liebe Leser, gebt fein acht, ich habe euch etwas mitgebracht: Auf der Anuga konnte man sich am Stand von Oktalite nämlich karikieren lassen. Und weil insbesondere wir Blogger ja gerne mal dazu neigen uns allzu ernst zu nehmen, gehe ich mit gutem Beispiel voran und setze mich freiwillig eurem Hohn und Spott aus… Bildet euch selbst eine Meinung, ob und wie gut ich getroffen bin – Feuer frei!

… und zum Vergleich ein Foto von mir:
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Tags: Anuga, Karikatur

Mein Gefühl sagt mir irgendwie, dass der Barcamp-Idee hierzulande gerade ein wenig die Puste ausgeht. Und ob die neuen Mechanismen, dem Umsichgreifen so genannter NoShows mit bürokratisierten Anmelde-/Stornierungs-Formalia entgegenzuwirken, nicht dem ursprünglichen Geist der Unkonferenz-Bewegung zuwiderlaufen, da bin ich mir auch nicht so sicher.
Aber ich mag mich täuschen, schließlich war ich selbst noch nie bei einem Barcamp, nachdem ich meine Teilnahme in Frankfurt Anfang des Jahres leider doch noch absagen musste. Deshalb: Neuer Versuch, neues Glück – beim Ende November erstmals stattfindenden Barcamp Rhein-Neckar (24. + 25. November, HS Mannheim) will ich auf jeden Fall dabei sein, liegt ja direkt vor der Haustür. Hoffentlich kommt diesmal nicht wieder was dazwischen.
Tags: barcamprheinneckar