Dez5.

Social Shopping mit Upside-Potenzial für Early Adopters

Herrlich, ich wisch mir immer noch die Tränen aus den Augenwinkeln: Hab’ nämlich gerade auf Exciting Commerce das Interview mit Dealjäger-Chef Sven Schmidt gelesen. Dealjäger.de ist ein kürzlich gestartetes Social-Shopping-Portal, das grob gesagt Schnäppchenempfehlungen der User mit Digg-Funktionalitäten verknüpft. Viel besser und ausführlicher erklärt das aber Robert Basic.

Also zurück zum Interview: Darin stellt Exciting Commerce nämlich die Frage, was die Dealjäger-Macher in den ersten drei Wochen seit dem Start gelernt haben. Antwort:

Wir müssen Dealjaeger.de einfacher machen und besser erklären. Social Shopping ist für den Massenmarkt noch nicht selbsterklärend.

So weit, so klar. Aber ganz ehrlich, Herr Schmidt – Ihr BWLer-Sprech trägt auch nicht gerade dazu bei, Dealjäger.de verständlich zu erklären. Kostprobe gefällig?

… zu stark auf den Early Adopter und Heavy User fokussiert.

… noch ein wenig im Closed Beta bleiben.

… den Umsatz, den wir mit Click-Outs erzielen, …

… ein weiteres Umsatzmodell geplant, das wesentlich mehr Upside [...] bietet.

Wieso erinnert mich das nur so an meinen Lieblings-Comedian Mario Barth und seinen Klassiker “vonnem dicken Tanzlehrer ausn Osten”, Detlev D! Soost? Ich sag’ nur:

Ihr seid so tight, wenn ich mit euch fertig bin, dann burnt’s!

Muss man einfach gesehen haben:


Link: sevenload.com

Dez4.

Billig wie nie ins Web2.0 investieren

Web2.0-Poster (Foto: eboy)Kostet schlappe 18,56 Euro und sieht auch noch gut ausvielleicht das Beste sicher das Dekorativste, was man aus dem Web2.0 machen kann: Ein hübsches buntes Poster im Pixel-Style, das sich bestimmt prima über dem Bett/Schreibtisch/Klo macht.

Entworfen haben’s die Berliner Jungs von Eboy, die sonst für Adidas, Amazon, Microsoft, Spiegel, Nike, Coca-Cola und viele andere coole Pixelgrafiken basteln.

Wer noch nach einem Weihnachtsgeschenk für mich sucht… ;)

Via Techcrunch

Dez1.

Hitler, Hinrichtungen und pinke Shorts: Mark E. Seremet über Ehssan Dariani

Nur um mal zu zeigen, dass die Kritik an StudiVZ im Allgemeinen und seinem Mitgründer Ehssan Dariani im Besonderen nicht allein auf den Blutrausch einiger Vertreter der deutschen Blogosphäre zurückzuführen ist: Michael Förtsch hat Beiträge aus dem Blog von Mark E. Seremet (CEO von Spreadshirt USA, Gründer von Paragon Software, Gründer von Repliqa, Mitgründer von Take Two…) gefunden, in denen Mark die Zusammenarbeit mit Dariani reflektiert. Der war ja 2005 in den USA, um “Tussies zu rekrutieren”, um mutmaßlich bei Facebook seine Idee für StudiVZ abzukupfern – ach ja, und um Spreadshirt USA mit AdWords in Fahrt zu bringen.

Mark E. Seremet kam damals für sich zu dem Schluss, dass Dariani eine “Loose Cannon“, frei übersetzt eine “Zeitbombe”, ist – und entschied sich dagegen, in dessen Startup zu investieren. Eine Entscheidung, die er nun mit ein paar, gelinde gesagt, merkwürdigen Beobachtungen, die er beim StudiVZ-Gründer gemacht hat, untermauert:

Weiterlesen »

Dez1.

Don Alphonso, der StudiVZ-Housekeeper

[StudiVZ ist] wie ein riesiger Teppich; du hebst ihn an und du findest überall Schmutz drunter. Egal wo du ihn anhebst, es wird sofort ekelhaft.

Don Alphonso/Rainer Meyer, der Kenneth Starr des StudiVZ, hat auf der Mediencouch Platz genommen und mit den Studenten des Fachbereichs Medien der FH Mittweida über seine Motivation gesprochen, seit Wochen immer neue Stalking-, Datenschutz-, PR- und Nazigruschel-GAUs des StudiVZ ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren:

Via Medienschlampen

Nov30.

Gut gesprochen

Welche Ansprüche haben Sie an Online-Medien?

Sie sollen die Möglichkeiten des Internet nutzen ““ nicht zuletzt all die, die den Printmedien nicht zur Verfügung stehen. Sie sollen schnell sein und viel verlinken, zu den Quellen einer Nachricht oder zu anderen Medien.

[...]

Das Netz ist voller tausendfach kopierter Agenturmeldungen. Ich glaube, die Chance von Qualitäts-Online-Medien ist es, dem Analyse, fundierte Interpretation und Meinung entgegen zu setzen.

39 Fragen an Stefan Niggemeier in der Netzeitung.

Via Spreeblick

Nov30.

Professionelle Ahnungslosigkeit

Was denn nun?

Marketer: Keine Ahnung von Web 2.0 (Internet World Business vom 27.11.2006)

Studie: Web 2.0 revolutioniert Marketing (Internet World Business vom 30.11.2006)

Des Rätsels Lösung liegt wohl im Detail: In Studie 1 wurden amerikanische Werber gefragt, ob sie den Begriff Web 2.0 kennen – in Studie 2 fragte der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) deutsche Führungskräfte nach ihren Erwartungen an das Web 2.0.

Nov30.

Ziehen Sie sich warm an, Herr Dr. Huber…

Ich habe Feuer gemacht! (Foto aus Cast Away - Verschollen, 20th Century Fox and Dreamworks L.L.C.)Was für ein Tag! Ich fühle mich gerade, wie sich Tom Hanks in “Cast Away” gefühlt haben muss¹, als er im Veitstanz um das Feuer herumsprang und “Ich habe Feuer gemacht!” brüllte.

Warum?

Ganz einfach: Ich habe den Heißluft-Blogger “gemacht”! Heute morgen bestätigt mir Onkel Google, dass ich es mit dem von mir exklusiv geprägten Begriff “Heißluft-Blogger” in nur zwei Tagen von 0 auf schon immerhin 16 Treffer (Stand: 30.11.06, 11:30 Uhr) gebracht habe. Und wie in der mir selbstgestellten Aufgabe für Nachwuchs-Begriffspräger verlangt, bin ich mit meinem eigenen Buzzword auch auf Platz 1:

Googe-Suchergebnis für Heißluft-Blogger

Großartig, oder? Der Begriffspräger-Nachwuchs ist Ihnen auf den Fersen, Herr Dr. Huber

¹Ich gehe schwer davon aus, dass sich Tom Hanks fühlte wie ein Schauspieler, der jemanden spielt, der gerade zum ersten Mal mit eigenen Händen Feuer gemacht hat. Obwohl eigentlich der Produktionsassistent mit dem Feuerzeug nachgeholfen hat. Und jeder am Set ebenfalls ein Feuerzeug in der Tasche hatte.

Nov29.

Der König ist tot, es lebe der König

Content is king – noch. Doch Content-Aggegatoren und Kontextanbieter (Google/Youtube, Myspace, AOL…) greifen im Unterhaltungsbereich schon nach der Krone. Zu diesem Schluss kommt Spencer Wang, Entertainment- und TV-Analyst bei Bearns Stearns, in seiner Untersuchung “The Long Tail: Why Aggregation & Context and Not (Necessarily) Content are King in Entertainment”.

Sein Schluss: Neue, preiswerte Digitaltechnik demokratisiert den Prozess der Contenterstellung, user-generated Content wird seinen Siegeszug weiter fortsetzen (Wang: “75% of Top 20 Videos on YouTube was UGC on November 15″). Die Macht auf dem Content-Markt werde sich daher von den Contentschaffenden zu den Content-Aggregatoren verschieben.

Wangs Vortrag als PDF-Download

Nov28.

Das Buzzword-Experiment für Heißluft-Blogger

Auf den Straßen von Klein-Bloggersdorf wird gebattled gegruschelt, dass die Schwarte nur so kracht. Irgendwie geht’s da um kostenlose Banner, PageRank und vor allem Relevanz. Robert Basic hat die Chronologie der Ereignisse so auf den Punkt gebracht:

1. Frank Huber, eines der enfant terribles der deutschsprachigen Bloggerszene bietet kostenlose Banner feil (TKP 0)

2. Stefan Niggemeier, seines Zeichens enfant terrible der BILD und durch seine Arbeit zugleich auf Ungereimtheiten trainiert, entdeckt zwei erwähnenswerte Punkte beim Frank

3. Frank bekräftigt seine Relevanz im deutschen Web 2.0

Na, da will ich mich gar nicht einmischen. Zumal ich gerade so davon gefesselt bin, womit Herr Dr. Huber seine Relevanz bekräftigt:

Wesentliche Begriffe, die von mir geprägt wurden, wie z.B. Infoflatrate und Online Media Spendings sind bei Google bei den Suchergebnissen auf Platz 1.

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Nov27.

Auch eine Form von Krisenmanagement

StudiVZ offline
Nicht erreichbare Websites sind ja eigentlich keine Erwähnung im Blog wert. Wenn es sich aber um die meistgebashte Internet-Klitsche der vergangenen Wochen handelt, ist ein kurzes Zucken mit der Augenbraue durchaus vertretbar.

*zuck*

Okay, back to business.

[Update 27.11.06, 16:03 Uhr] Laut dem Blog Customer of Hell könnte ein XSS-Wurm dafür verantwortlich sein, dass StudiVZ seit Stunden offline ist.

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