Ich bin auf Platz 811,205,810…
…der reichsten Menschen der Welt – sagt www.globalrichlist.com. Damit gehöre ich immer noch zu den Top 13,52 Prozent.
Schade, dass ich mir davon nichts kaufen kann. Und von dem jämmerlichen Studieinkommen, das mich auf Rang 811,205,810 katapultiert hat, leider auch nicht. Und besser fühle ich mich jetzt schon gar nicht: Hätte wohl besser nicht auch nachschauen sollen, auf welchem Platz ich einmal war…
BILDblog bläst zum Halali auf Kai Diekmann
Ein recht fragwürdiges Experiment, das die BILDblogger da mit ihrer Aktion “Fotografiert Kai Diekmann!” ins Leben gerufen haben:

[A]chtung, [C]ontent-[A]bgreifer: [P]iss off!
Für den Rezipienten sind Meta-News-Sites wie news.google.de oder Newsexpress eine praktische Sache: Fast wie am Zeitschriftenkiosk kann der tägliche Output der Presse nach dem gescannt werden, was gerade interessiert – nur ist die Auswahl größer, die Suche komfortabler und man spürt beim Anlesen nicht den finsteren Blick des Kioskbesitzers im Nacken, der einen dafür hasst, dass man alle Magazine mal angrabbelt, dann aber doch nichts kauft.
Verlage sind von dem Angebot der Suchmaschinen längst nicht immer so begeistert: Weil Google & Co. ungefragt die Newssites abgrasen und aus den Inhalten Kurzzusammenfassungen samt Bildmaterial generieren, entzünden sich immer wieder Streitigkeiten. Dem will der Weltverband der Zeitungen WAN (World Association of Newspapers) nun mit einem eigenen DRM-System begegnen: ACAP steht für “Automated Content Access Protocol” und soll automatisch Informationen an Suchmaschinen-Crawler übermitteln, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen welche Inhalte genutzt werden dürfen. So wollen die Verlage die Kontrolle über ihren Content zurückgewinnen. Weiterlesen »
Netzeitung sucht "Internet Redakteur"
Manchmal müssen Entscheidungen getroffen werden. Eine meiner jüngsten war, dass ich mein Berufsleben in näherer Zukunft im Rhein-Neckar-Kreis und dessen weitläufiger Umgebung ansiedeln werde. Wenigstens solange, wie auch der wichtigste Mensch in meinem Leben an diese Region gebunden ist. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich schließlich lernen müssen, dass Fernbeziehungen bei mir auf Dauer nicht gut gehen. Es ein zweites Mal darauf ankommen lassen? No way.
Trotzdem: Bei Stellenanzeige wie dieser der Netzeitung wird mir schon ein bisschen wehmütig. Gereizt hätte mich das ja schon, der Domenika wenigstens eine Bewerbung zu schicken. Aber ausgerechnet Berlin… Vielleicht will ja einer von euch?
EXPRESS-TV lässt Regionalnachrichten zappeln
“Alle Verlage arbeiten dran ““ aber keiner will darüber reden”, verriet kürzlich Alexander von Reibnitz vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Worüber reden? Über die Bemühungen deutscher Verlage, via World Wide Web auch bewegte Bilder an den Leser zu bringen – Stichwort: Online-TV. bunte.t-online.de macht schon mit und besetzt mit “The People Channel” die Nische für Promi-Klatsch, Focus.de, Spiegel.de und Stern.de beziehen “Das Wichtigste vom Tag” im Bewegtbild von Reuters, etliche andere Verlage setzen online auf Zappelbilder von zoomin.tv.
Seit heute mischt auch der Kölner Verlag DuMont Schauberg mit: Beim Webableger des Boulevard-Blatts EXPRESS wurde der Versuchsballon Online-TV gestartet. “Schneller – die EXPRESS-Infoshow” heißt die selbstproduzierte etwa dreiminütige Sendung, die ab 21 Uhr einen “schnellen Überblick über die wichtigsten regionalen Nachrichten” liefern will. Wie auch bei den meisten anderen Online-TV-Angeboten nutzt EXPRESS-TV den Flash-Player, der in einem Popup-Fenster geöffnet wird. Links auf Artikel mit weiteren Informationen zu den TV-Beiträgen verzahnen das Webfernsehen mit den Textnachrichten.
Die technische Seite wird von motionet betreut – offenbar auch für sie Neuland, wie ein Blick ins Fred’s Log zeigt.
Disclaimer: Der Autor arbeitet als freier Mitarbeiter für EXPRESS.DE.
Risikokapital für Blogs
Wir glauben, dass die Nachrichten der Zukunft wie die HuffingtonPost aussehen werden
sagt Eric Hippeau von SoftBank Capital, die Anfang August etwa fünf Millionen Dollar Venture Capital in die Blog- und News-Site HuffingtonPost von Arianna Huffington gepumpt haben:
Zwar wird die Blogosphere generell als schnelllebiger, weniger faktenbasierend und stattdessen mehr von Meinungen abhängiger Markt eingeschätzt, was Investitionen risikoreicher als bei traditionellen Medienunternehmen macht. Für Eric Hippeau [...] stellen Blogs jedoch die Zukunft der Nachrichtenverbreitung dar. “Wir sehen dies als eine Investition in eine Nachrichten-Seite”, so Hippeau.
WAZ geht ab?
Irgendwann im Juni hat die WAZ aus Essen ja angekündigt, den alten Muff aus dem eigenen Webangebot pusten zu wollen und eine Internet-Offensive zu starten: “Bis zum Jahresende haben wir Blogger in allen 28 Lokalredaktionen und zehn Redakteure in der Online-Mantelredaktion”, verkündete Chefredakteur Ulrich Reitz im Spiegel. Für das Online-Projekt “WAZ-live” wurde die Hamburger Journalistin Katharina Borchert, besser bekannt unter ihrem Blogger-Pseudonym Lyssa, als Chefredakteurin gewonnen.
Aufmerksam beobachtet werden die Internetaktivitäten der WAZ seitdem nicht nur in den Medien und der Blogosphäre, sondern jetzt auch auf Mitarbeiterebene: Mit WAZsolls ist kürzlich das anonym geführte Blog eines WAZ-Redakteurs gestartet, der öffentlich ein bisschen darüber plaudert, was sich hinter den WAZ-Kulissen webtechnisch so abspielt:
Jetzt geht das mit dem Internet schon wieder los… und sorgt diesmal für Aufregung in den Redaktionen. Da sind zum einen die Bedenkenträger: “žWir graben uns doch selbst das Wasser ab. Was hat die ganze Bloggerei mit Journalismus zu tun? Wen wollen wir damit denn erreichen?” [...]
Doch die Front weicht auf. Außer dem Kollegen “žber” gibt es immer mehr WAZler die selbst einmal das Internet anwerfen und auf die Reise durch die Bloggosphäre gehen. “žDa kann ja doch was dran sein. Vielleicht können wir so zeitungsferne Schichten erreichen. Die Schnelligkeit des Mediums hat etwas für sich.”
Mal sehen, wie sich das bis zum Start von “WAZ-live” entwickelt. In der Zwischenzeit könnte der WAZsolls-Blogger mal den Trackback-Link seiner Posts einblenden. Und auch ein Datum über den Beiträgen auf der Startseite wäre fein.
Wie webzwonullig sind deutsche Zeitungs-Websites?
Alexander Svensson vom Wortfeld nimmt sich die Online-Angebote deutscher Tageszeitungs-Verlage vor und untersucht sie auf ihre Web2.0-Tauglichkeit. In einem eigenen Wiki sammelt Alexander dazu die Features der Websites der 101 wichtigsten deutschen Zeitungen. Abgefragt wird u.a.: Hat das Angebot einen RSS-Feed? Dürfen Leser die Artikel kommentieren? Führen Redakteure eigene Blogs? Bietet die Website Podcasts oder Videoinhalte an?
Ehe Alexander eine Auswertung vornehmen kann, ist er aber auf die Mithilfe der Community angewiesen – also schnell reinklicken und den Eintrag der eigenen Tageszeitung bearbeiten! Ein gutes Drittel der 101 Angebote ist so bereits erfasst. Ich habe mir z.B. den Eintrag meiner Regionalzeitung Mannheimer Morgen vorgeknöpft – das morgenweb.de hatte ich hier ja eh schon auf Webzwonulligkeit getestet.
Nachgebessert gehört z.B. noch der Eintrag vom Kölner Stadt-Anzeiger und auch die Kölnische Rundschau wurde noch nicht bearbeitet.
Verwirrung um den Klinsmann-Käfer – vor allem bei stern.de
Bei stern.de hat man’s wohl gerne ein bisschen geheimnisvoller: Nachdem gestern um 18:07 Uhr die dpa-Meldung “Klinsis Käfer bei Internet-Auktion auf Berg- und Talfahrt” über den Ticker reinkam, war die Meldung heute bei mehreren Online-Medien nachzulesen. Unverändert. Das war stern.de aber offenbar zu langweilig – also wurde Am Baumwall 11 in Hamburg jemand damit beauftragt, eine spannendere Überschrift zu texten und an die Meldung noch flugs einen Vorspann anzuflicken. Tadaa! Und so sieht das dann aus:

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Was nix kostet…
Als hätte Peter2.0 mich gehört, erklärt er heute Morgen das Prinzip der Anzeigenschaltung auf turi2.de. Als Vorteile seiner vollmundig “Anzeige2.0″ getauften Blog-Werbung führt Peter2.0 dabei genau die Punkte auf, die ich bereits herausgestrichen hatte:
- Anzeigen bei turi2 können in beliebiger Textlänge geschaltet werden
- Anzeigen bei turi2 bleiben – falls nicht anders gewünscht – für unbeschränkte Zeit online
- Anzeigen bei turi2 haben eine eigene Webadresse. Dadurch können sie von Google gefunden und von Bloggern verlinkt werden
Zudem sind die Anzeigen während einer Übergangsphase praktisch kostenlos zu haben – der Anzeigenkunde darf nach der Schaltung selbst entscheiden, “ob und wieviel er für die Anzeige zahlen will”. Dazu wäre es für potenzielle Kunden allerdings bestimmt interessant zu wissen, wieviele Leser turi2.de denn so erreicht. Ein paar Zahlen zu Visits und Page Impressions wären da sicher hilfreich (Nachtrag: Ups, sehe grad: “…derzeit knapp 500 Besuchern pro Werktag” – wenigstens ein grober Anhaltspunkt). Und wie war nochmal der Spruch: “Was nix kostet…”?
Und noch einen Haken – und keinen kleinen, wie ich finde – hat die Sache, wenn man einen Blick auf die Einschränkungen wirft:
Die Redaktion darf Anzeigen ändern oder ablehnen.
Ob sich das ein Werbekunde gefallen lässt?
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