Konsumgüterbranche, Anno Domini 699
Um hier in der Redaktion im Auge behalten zu können, was andere Medien über die und Presseabteilungen aus der Konsumgüter- und Lebensmittel-Branche schreiben, habe ich mit Yahoo Pipes einen Feed gebaut, der aktuell 35 verschiedene Quellen nach den für uns relevanten Unternehmen und Schlagworten scannt. Diesen Feed beobachte ich auf meinem Netvibes-Desktop. In diesem Augenblick schlägt die netvibes-eigene Datumsanzeige allerdings lustige Kapriolen – alle Nachrichten werden mit dem Datumszusatz “Vor 1309 Jahren” angezeigt – das wäre dann das Jahr des Herrn 699, also mitten im Frühmittelalter. Und Wikipedia behauptet, da wäre nicht viel los gewesen…
In eigener Sache: Internet World Kongress
Jobbedingt blieb in den letzten Wochen und Monaten zu wenig Zeit, um hier regelmäßig zu bloggen. Nächste Woche, das sei hier schon einmal angekündigt, wird hier aber mal wieder Leben einkehren: Dann weile ich nämlich gleich in Doppelfunktion auf dem Internet World Kongress (21.-22. Oktober) in München. Doppelfunktion, weil ich zum einen vom Veranstalter Penton Media als Blogger eingeladen wurde, zum anderen, um für meinen Brötchengeber über das ein oder andere für die Konsumgüterbranche interessante Panel zu berichten.
Mit dem Veranstalter habe ich abgesprochen, dass ich aus einigen Panels live bloggen werde – im Programm habe ich mir dafür schon einmal die folgenden Themenkomplexe angestrichen. Kann aber durchaus sein, dass ich mich vor Ort noch kurzfristig umorientiere und doch aus anderen Panels blogge. Der folgende Zeitplan ist also ohne Gewähr:
11:30 – 13:00: Identity Management (Vorträge: Die digitale Kundenkarte, Open ID, Ihre Identität: Pläne bei Bundesregierung und Wirtschaft)
16.15 – 17.45 Uhr: Podiumsdiskussion “Community Management” (Community versus Social Network, Erfolgsfaktoren und Best-Practices, Technologien und Services)
9:00 – 10:30: Innovative Startups stellen sich vor (aka-aki networks GmbH, HumanGrid GmbH, Semigator AG)
11:15 – 12:45: Mobile Anwendungen & Marketing (Vorträge: The Third Screen, Kundenbindungsansätze, Mobiles Internet und Webanalyse, Mobile Video Advertising, Prognose – Trend – Massenmarkt)
Zu diesen Zeiten werde ich hier also nach besten Kräften in die Tasten hauen und mich freuen, wenn ich dabei nicht ganz allein wäre
Wie ich das technisch löse – ob mit einem Liveticker-Plugin oder einfach hintereinander weg als ein Posting pro Panel – das tüftel ich gerade noch aus. Soweit für den Augenblick, more to come.
Blogger on Tour
Falls sich jemand dafür interessiert, wo ich mich gerade so herumtreibe: Ich bin schon seit Sonntag auf dem Messe-Trio Intermopro/Intercool/Intermeat in Düsseldorf, um von dort für das Messeblog der LZ zu bloggen.
Ikea: Schön gruselig!
Erst dachte ich ja, der schwedische Möbeldealer übt sich in seinem Werbeprospekt, das letzte Woche in meinem Briefkasten lag, tatsächlich in Selbstironie:

Ikea: Schön gruselig!
Aber anscheinend waren die Ikeaner eher unfreiwillig komisch und haben inzwischen auch selbst gemerkt, dass der Satz leicht missverstanden werden könnte – auf der Homepage wird nämlich noch folgende, ein wenig holprig daher kommende, Erklärung nachgeschoben:
Zum gruseln ist hier aber wirklich nur der Film,
denn bei unseren Einrichtungslösungen für dein
Wohnzimmer kommt nur Freude auf!
Ach sooooooo…
Ode an die Schadenfreude
Sehe ich das richtig? irgendwann im Juli telefoniert der Aktionskünstler Johannes Kreidler mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), um sie darauf vorzubereiten, dass er aus Protest gegen das in Deutschland geltende Urheberrecht beabsichtigt, am 12. September eine Werksanmeldung für ein 33-sekündiges Musikstück mit insgesamt 70.200 Einzelnachweisen für die verwendeten Fremdzitate einzureichen. Und heute, einen Tag vor der Aktion und nachdem sich der arme Kerl gute sechs Wochen lang beim Ausfüllen der 70.200 Anmeldebögen einen akuten Schreibstarrkrampf mit offener Sehnenscheidenentzündung geholt haben dürfte, teilt ihm die GEMA per Pressemitteilung folgendes mit:
Gesonderte Anmeldeformulare für jedes genutzte Originalwerk sind allerdings nicht erforderlich. In Fällen, in denen die Formularvorlage hierfür nicht ausreichen sollte, besteht die Möglichkeit, der Anmeldung eine entsprechende Anlage beizufügen.
Natürlich ist mir klar, dass es Kreidler zu demonstrativen Zwecken eben genau um diese schiere Menge an Formularen ging. Das schadenfrohe Kichern des kleinen Teufelchens auf meiner Schulter will deshalb trotzdem nicht verstummen.
[via]
Feuer in Frankfurt: Fotos
Jetzt mal ein bisschen Echtzeit-Lokaljournalismus: In direkter Sichtweite von meinem Fenster hier im Verlag brennt eine leerstehende Fabrik. Riecht etwas streng und sieht so aus:


Adnation: Neuer Name, alte technische Unzulänglichkeiten
Haaaaalllooooooo, Max von Adical Adnation! Vor über einem Jahr hast du versprochen, etwas zu bauen, damit Adical- Adnation-Banner nur dann geladen werden, wenn euer Ad-Server diese auch tatsächlich ausliefern kann. Kaum ist Adical Adnation wieder am Start, rödelt sich mein Firefox aber schon wieder zu Tode, weil er auf den Blogs eures Netzwerks vergeblich versucht, Banner von server.adnation.de bzw. anzeigenlieferant.de zu laden. Vielleicht kommst du langsam mal in die Pötte. Das nervt nämlich immer noch. Danke.
[Update 9.7.2008, 12:38 Uhr] Geht wieder. Trotzdem sollte das technisch anders gelöst werden, indem der Adnation-Banner zum Beispiel generell als letztes geladen wird.
[Update 10.7.2008, 11:39 Uhr] …und wieder nicht.
Extremsport-PR extrem doof
Ich bin bekennender Star-Wars-Fan, auch wenn ich George Lucas noch immer übel nehme, dass er mir mit dem CGI-Desaster, dass er mit Episode I bis III abgeliefert hat, den Spaß an der Sternensaga ein wenig vergällt hat. Ich erwähne das nur, weil ich mir aus “Star Wars” gerne das Bild von der hellen und der dunklen Seite der Macht ausborge, um zu verdeutlichen, warum ich niemals vom Journalismus auf die PR-Seite wechseln werde. Zugegeben, diesem Vergleich ist der vielleicht etwas zu wohlwollende Blick auf den eigenen Berufsstand deutlich anzumerken und beinahe kann ich das zynische Lachen derer hören, die schon ein paar Jahre länger als ich im Geschäft sind. (Hey, laut meiner aktuellen Renteninformation habe ich noch gut über 30 Jahre Zeit, meinen Idealismus zu verlieren.) Und vielleicht tut die damit gleichzeitig zum Ausdruck gebrachte wenig hohe Meinung von der PR-Zunft dem einen oder anderen Vertreter sogar Unrecht – sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht und im Großen und Ganzen ist sie einfach nur unvermeidlich.
In meinem Posteingang bei Xing finde ich gerade diese Mail:
(…) ist Deutschlands führendes Online Extremsport Lifestyle Magazin. Wir möchten LZ/Net gerne unsere Pressemitteilungen zusenden. An welche E-Mail Adresse sollen diese gehen? Wer ist der richtige Ansprechpartner?
Und nun stehe ich vor einer schwierigen Entscheidung: Setze ich die ansonsten recht sympathisch wirkende Absenderin einfach nur davon in Kenntnis, dass ich ernsthafte Zweifel an ihrer fachlichen Kompetenz hege, weil sie sich offensichtlich noch nicht einmal die Mühe gemacht hat, den gut sichtbaren Link zu LZ|NET anzuklicken und in der Folge nun ein Branchenmedium für Handel und Konsumgüterindustrie mit Mitteilungen aus der Extremsport-Szene zu beglücken beabsichtigt?
Oder finde ich einen Kollegen, der mir kürzlich vielleicht in der Kantine den letzten Wackelpudding vor der Nase weggeschnappt hat und dessen Nervenkostüm ich als Retourkutsche nun mit spannenden Meldungen über Bungeejumping, Wakeboarding und Kitesurfing strapazieren lassen könnte?
Wie gesagt, keine leichte Entscheidung. Hat beides seine Reize.
Neues Notebook mit Bodenhaftung
Hab’ auch schon versucht, es in die gleiche Hülle zu quetschen, die schon Thomas Wanhoff für seine Neuanschaffung auserkoren hat – allerdings mit recht zweifelhaftem Ergebnis:

Egal, dafür läuft es auch nicht Gefahr, schon beim leisesten Windhauch vom Tisch gefegt zu werden (stammt daher eigentlich der Namenszusatz “Air”?). Angesichts einer sich rasch nähernden “Kirsten” ein nicht zu verachtender Vorteil. Ganz zu schweigen davon, dass diesem mobilen Rechenknecht wohl auch das Schicksal von Steven Levys Macbook Air erspart bleiben dürfte. Aber diese Geschichte klingt für mich ohnehin so fantastisch, dass ich mich ernsthaft frage, ob sie nicht in der Mystik- Marketing-Abteilung des Hauses Apple geboren wurde.
Einstellungskriterium Adipositas?
Oder: Wie man mit unglücklich positionierten Wünschen zum Schriftschnitt garantiert ins Fett-Näpfchen tritt:

Sollte ich bei diesem Herrn Schäfers mal anfragen, ob ich in der Bewerbung meinen Body Mass Index angeben muss?
Gefunden in Frankfurter Rundschau vom 1. März 2008
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