Tag Archives: EpiBlog

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Wie webzwonullig sind deutsche Zeitungs-Websites?

Alexander Svensson vom Wortfeld nimmt sich die Online-Angebote deutscher Tageszeitungs-Verlage vor und untersucht sie auf ihre Web2.0-Tauglichkeit. In einem eigenen Wiki sammelt Alexander dazu die Features der Websites der 101 wichtigsten deutschen Zeitungen. Abgefragt wird u.a.: Hat das Angebot einen RSS-Feed? Dürfen Leser die Artikel kommentieren? Führen Redakteure eigene Blogs? Bietet die Website Podcasts oder Videoinhalte an?

Ehe Alexander eine Auswertung vornehmen kann, ist er aber auf die Mithilfe der Community angewiesen – also schnell reinklicken und den Eintrag der eigenen Tageszeitung bearbeiten! Ein gutes Drittel der 101 Angebote ist so bereits erfasst. Ich habe mir z.B. den Eintrag meiner Regionalzeitung Mannheimer Morgen vorgeknöpft – das morgenweb.de hatte ich hier ja eh schon auf Webzwonulligkeit getestet.

Nachgebessert gehört z.B. noch der Eintrag vom Kölner Stadt-Anzeiger und auch die Kölnische Rundschau wurde noch nicht bearbeitet.

Via onlinejournalismus.de

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Verwirrung um den Klinsmann-Käfer – vor allem bei stern.de

Bei stern.de hat man’s wohl gerne ein bisschen geheimnisvoller: Nachdem gestern um 18:07 Uhr die dpa-Meldung „Klinsis Käfer bei Internet-Auktion auf Berg- und Talfahrt“ über den Ticker reinkam, war die Meldung heute bei mehreren Online-Medien nachzulesen. Unverändert. Das war stern.de aber offenbar zu langweilig – also wurde Am Baumwall 11 in Hamburg jemand damit beauftragt, eine spannendere Überschrift zu texten und an die Meldung noch flugs einen Vorspann anzuflicken. Tadaa! Und so sieht das dann aus:
Klinsmann-Käfer
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Was nix kostet…

Als hätte Peter2.0 mich gehört, erklärt er heute Morgen das Prinzip der Anzeigenschaltung auf turi2.de. Als Vorteile seiner vollmundig „Anzeige2.0“ getauften Blog-Werbung führt Peter2.0 dabei genau die Punkte auf, die ich bereits herausgestrichen hatte:

  • Anzeigen bei turi2 können in beliebiger Textlänge geschaltet werden
  • Anzeigen bei turi2 bleiben – falls nicht anders gewünscht – für unbeschränkte Zeit online
  • Anzeigen bei turi2 haben eine eigene Webadresse. Dadurch können sie von Google gefunden und von Bloggern verlinkt werden

Zudem sind die Anzeigen während einer Übergangsphase praktisch kostenlos zu haben – der Anzeigenkunde darf nach der Schaltung selbst entscheiden, „ob und wieviel er für die Anzeige zahlen will“. Dazu wäre es für potenzielle Kunden allerdings bestimmt interessant zu wissen, wieviele Leser turi2.de denn so erreicht. Ein paar Zahlen zu Visits und Page Impressions wären da sicher hilfreich (Nachtrag: Ups, sehe grad: „…derzeit knapp 500 Besuchern pro Werktag“ – wenigstens ein grober Anhaltspunkt). Und wie war nochmal der Spruch: „Was nix kostet…“?

Und noch einen Haken – und keinen kleinen, wie ich finde – hat die Sache, wenn man einen Blick auf die Einschränkungen wirft:

Die Redaktion darf Anzeigen ändern oder ablehnen.

Ob sich das ein Werbekunde gefallen lässt?

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turi2.de macht den Next Step

Bei der allmorgendlichen Lektüre von heute2.0 auf turi2.de – diesmal mit einem schadenfrohen Ätschi-Bätsch-Beitrag über den korrekten Artikel vor dem frisch vom Duden adoptierten Begriff „Blog“ – ist mein Auge gerade an etwas blauem hängengeblieben: Schau an, mein Ex-Chef macht den Next Step und verkauft verschenkt jetzt also auch Anzeigen auf seinem bloggigen Branchendienst für Medienmacher. Und so sieht das aus:

Turi2-Anzeige

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Peinlich, peinlich: Zu früh kommen

Gute Idee: Als Online-Redakteur in einer großen Sportredaktion den Spielbericht vom WM-Viertelfinale Deutschland – Argentinien so weit vorbereiten, dass bei Abpfiff nur noch das Endergebnis eingesetzt werden muss.

Schlechte Idee: Im CMS zu früh aufs Publish-Knöpfchen zu klicken.

Das war gestern auf sport.ard.de zu lesen – Minuten bevor Deutschland Argentinien im Elfmeterschießen besiegte…

tagesschau.jpg

Okay, dass sport.ard.de-Autor Christian Hornung seinen Text schon vorab geschrieben hat, ist unter dem Zeitdruck, gerade den Bericht vom deutschen WM-Spiel so schnell wie möglich publizieren zu können, nachvollziehbar und sicherlich Usus in allen ernstzunehmenden Sportredaktionen. Ich war selbst ein halbes Jahr als Prakti bei Sport1, da lief das an jedem Bundesligaspieltag genau so. Auch, dass ihm der Klickfinger ein bisschen zu früh zuckte, ist zwar sicherlich peinlich, im Eifer des Gefechts aber gerade noch entschuldbar. Und er hat’s ja auch ganz schnell korrigiert.

Aber: Dass Christian Hornung in seinem Dummy so pessimistisch vom Ausscheiden der deutschen Nationalelf ausging, finde ich geradezu em-pö-rend! Ja,weiß der denn nicht: …54, 74, 90, 2006 ja so stimmen wir alle ein! Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein werden wir Weltmeister sein!

Via Jens lese ich gerade, dass Tagesschau.de ein ähnlich peinliches Missgeschick passiert ist. Vielleicht sollten die ÖR-Onliner ja mal eine Selbsthilfegruppe für Zufrühkommer gründen.