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Anuga-Pro-Blogging

LZ-Messeblog

Jo, is denn heit scho Dienstag? Na gut, ich hatte angekündigt, am Montag ein paar Worte darüber zu verlieren, was ich beruflich gerade so treibe – jetzt ist es halt doch einen Tag später geworden. Also: Gestern haben wir erstmals unseren großen Zeh ins Haifischbecken Blogosphäre gesteckt, indem wir unser Event-Blog zur diesjährigen Anuga in Köln gelauncht haben. In knapp drei Wochen ziehen wir ihn wieder aus dem Wasser und schauen mal, was noch davon übrig ist.

Bis dahin werden wir unter www.lz-messeblog.de zunächst aus der Frankfurter Redaktion und dann vom 13. bis 17. Oktober live aus den Hallen der Koelnmesse nach Leibeskräften bloggen, Fotos schießen, Interviews führen und viele, viele bunte Messeschnipsel aufsammeln, die ohne uns wohl niemals irgendwo dokumentiert würden. Sozusagen meine Premiere als “Pro-Blogger”… Bin selbst schon sehr gespannt, was am Ende dabei rauskommt.

Für das Warm-Up, also bis es in Köln wirklich los geht, und um die Leser der LZ ein bisschen an das Thema Blogs heranzuführen, habe ich ein paar Interviews mit Bloggern aus der Lebensmittel-Branche geführt. Zum Auftakt sprach ich mit Friederike Ahlers vom Frosta-Blog – hier ein kleiner Auszug:

Frau Ahlers, Frosta bloggt schon seit 2005 und gilt als Vorzeigeexemplar unter Deutschlands Corporate Blogs – und das nicht nur, weil die “Konkurrenz” noch immer sehr zurückhaltend ist. Aus welchen Überlegungen heraus haben Sie das Frosta-Blog damals gegründet?

Friederike Ahlers: Die Idee zum Frosta-Blog entstand 2005 durch einen Artikel im Economist über Corporate Blogs in den USA. Frosta hat seit der Einführung des Frosta-Reinheitsgebotes im Jahre 2003 (Verzicht auf sämtliche Zusatzstoffe in alle Produkten der Marke Frosta, vollständige Deklaration aller Zutaten auf der Verpackung) viel zu erzählen. Ein Weblog der Frosta-Mitarbeiter schien uns gut geeignet, um die Transparenz und die Glaubwürdigkeit dieses Konzeptes zu unterstreichen. Frosta Mitarbeiter berichten über ihre tägliche Arbeit und stellen sich den Fragen der Verbraucher. Wir erhofften uns davon eine intensivere Kommunikation mit den Verbrauchern. Diese Erwartungen haben sich auch erfüllt.

Und warum tun sich Ihrer Meinung nach andere Unternehmen der Branche so schwer damit, es Ihnen gleichzutun?

Ahlers: Ich denke, dass viele Unternehmen noch nicht bereit sind, in einer öffentlichen Diskussion auch Kritik zuzulassen. Wir sind dagegen der Überzeugung, dass man zum Beispiel kritische Worte über ein Produkt ohnehin nicht unterbinden kann. Die Verbraucher informieren sich zunehmend über Produkte im Internet, aber nicht auf den offiziellen Unternehmensseiten, sondern lieber dort, wo die Erfahrungen von anderen Verbrauchern nachgelesen werden können. Indem man den Verbrauchern eine – unzensierte – Diskussionsmöglichkeit auf den eigenen Seiten anbietet, kann man sich als Unternehmen in die Diskussion einschalten und eventuell Dinge richtigstellen. Anderenfalls findet die Diskussion in den zahlreichen Verbraucherforen im Internet statt, ohne Einflußmöglichkeit des Unternehmens.

Außerdem halten die meisten Unternehmen wohl noch am klassischen Ansatz der Unternehmenskommunikation “aus einer Hand” fest. Nur abgestimmte Äußerungen eines Unternehmenssprechers gelangen an die Öffentlichkeit. Unser Blog verstößt fundamental gegen diesen Grundsatz.

Das ganze Interview gibt’s auf LZ-Messeblog.de

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Keine Sorge…

…mir geht’s gut. Und nein, ich habe auch nicht meinen Urlaub bis zum Sanktnimmerleins-Tag verlängert (leider, hätte mir schon gefallen). Dass hier gerade so wenig passiert, liegt einfach daran, dass ich gerade für meinen Arbeitgeber an einem Blog-Projekt schraube, das am 1. Oktober online gehen soll. Weil das eine Premiere für unsere Redaktion wird, gibt’s eben eine ganze Menge Vorarbeit zu leisten bis alles so läuft, wie wir uns das vorstellen. Am Montag verrate ich dann hier im Blog ein bisschen mehr.

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Sogar zu doof zum Blogsen

Zum Kringeln: Bild.de entdeckt die Blogosphäre, versteht sie nicht – macht aber trotzdem ein Quiz draus: Wie gut sprechen Sie bloggisch?

Spätestens bei der Frage “Was ist ein Blogser?” wird klar – Autor Jan Johannsen hat selbst keine Ahnung von diesem Blog-Dings und hat sich deshalb ordentlich narren lassen.

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Und zwar von Peter2.0 und dessen lexikon2. Denn dort wurde der Begriff Blogser irgendwann mal erfunden. Genauso wie seine Definition:

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Kein Wunder also, dass man sich hier und da und auch dort, dort und dort schon verdutzt fragt, ob man eigentlich irgendwas nicht mitbekommen hat. Hätte Johannsen den Eintrag wenigstens mal zu Ende gelesen, wüsste er wenigstens, dass der Blogser nur ein vorläufiger Vorschlag ist – und statt dessen durchaus noch “Blog-Ratte” oder “Blog-Wurm” daraus werden könnte…

Auch die Klassifizierung des A-, B- und C-Bloggers, die es so in der Blogosphäre eigentlich gar nicht gibt, hat Johannsen wohl bei Peter2.0 zusammenkopiert blogsumiert:

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Liest sich jedenfalls genauso, wie sich das Peter2.0 mal für sein lexikon2 zusammenfabuliert hat:

a-blogger-turi.gif

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c-blogger-turi.gif

Ein Satz mit ix – das war wohl nix. Oder um Herrn Schwenzel präzise zu zitieren:

Doof, wenn man seinen Lesern Szenejargon beibringen will, die Szene den Jargon dann aber nicht versteht.

Und jetzt reite ich gar nicht weiter drauf rum. Allerdings nur, wenn Herr Johannsen verspricht, für Runde 2 des Bloggisch-Quiz’ auch mal meinen Heißluft-Blogger abzufragen…

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Gut gekaut ist halb verdaut

Dieser Tage habe ich seit langem mal wieder auf der Website meines alten Studienganges vorbeigeschaut (bei dieser Gelegenheit: Herzlichen Glückwunsch, Yuliya!) – und siehe da: Die angehenden Online-Redakteure der FH Köln versuchen sich noch einmal an diesem Blog-Dings. Das von mir angeleiherte EpiBlog hat damals zwar ganz schöne Anfangserfolge gefeiert, fiel dann ja aber leider mangels Beteiligung schon nach wenigen Monaten ins Koma und wurde von mir wieder aufgelöst. Außer den in dieses Blog geretteten Beiträgen ist von diesem ersten gemeinschaftlichen Blogversuch wenig geblieben.

Jetzt also ein zweiter Versuch, das OR06 Watchblog des Jahrgangs 2006. Oha, ein Watchblog also, ganz schön ambitioniert. Unter Sinn & Absicht schreiben die Macher:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, verschiedene Online- und Offline-Medien zu sichten, interessante Themen aufzugreifen und kritisch zu beleuchten. Wir wollen nicht alles unzerkaut verdauen!

So gesehen dürften die armen Ex-Kommilitonen allerdings noch ordentlich Bauchgrimmen haben. Denn was da bislang zu lesen ist, macht stark den Eindruck, als habe es weder Beißwerkzeuge noch Magensäfte jemals zu Gesicht bekommen. Das sieht alles noch ein bisschen wie das x-te Linkblog aus, das auch nicht mehr als eine unreflektierte Zusammenfassung in fünf Zeilen leistet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Leute, nicht so zaghaft! Wo bleibt die Kritik, wo die Meinung? Holt das Gebiss aus dem Wasserglas und fangt mit dem Kauen an! Ihr wisst doch: Nur gut gekaut ist halb verdaut.

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Blogger-DNS

Bloggen ist subversiv, der genetische Code ist anders als beim Journalismus.

US-Polit-Blogger Steve Clemons im Interview mit der Netzeitung. Und für die nächste Diskussion um die geringe Reichweite von Blogs werde ich mir noch dieses Zitat auf einen Topflappen sticken:

Meine Intention ist nicht unbedingt, besonders viele Leser zu haben – ich möchte die wichtigen Leser.

Netzeitung: Das Million-User-Blog