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Wer nicht richtig kaut, verschluckt sich eben

Seit August verfolge ich sporadisch, wie sich das angebliche Watchblog der angehenden Online-Redakteure der FH Köln so entwickelt. Und was soll ich sagen: Es ist nach wie vor gruselig. Und wenn es sich überhaupt entwickelt, dann nur zurück. Anstatt sich innerhalb dieses halben Jahres seit meiner damaligen Kritik dem selbst gesteckten Ziel “verschiedene Online- und Offline-Medien zu sichten, interessante Themen aufzugreifen und kritisch zu beleuchten” Schritt für Schritt anzunähern, haben die künftigen Online-Journalisten inzwischen lieber den formulierten Anspruch den Wirklichkeiten angepasst. Ergo: nach unten geschraubt. Unter Sinn & Absicht schreiben die Studenten heute:

Lesen, sehen oder hören wir etwas Bemerkenswertes zu den Themen Web-Design, Multimedia, Online Journalismus, Online Medien, Public Relations, Usability, Web 2.0 oder Web-Business, schreiben wir einen Eintrag in unseren Blog.

Die einzelnen Beiträge geben verkürzt wieder, was sich in der Medienwelt abspielt und unter Umständen ein besonderes Augenmerk verdient. Knapp und kompakt informiert der OR-Blog über das aktuelle Geschehen im Web. Um Hintergründe und Ausführliches zum Thema eines Eintrages zu finden, folgt man einfach dem Link und gelangt zur jeweiligen Quelle.

Zum Vergleich – im August stand an gleicher Stelle noch:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, verschiedene Online- und Offline-Medien zu sichten, interessante Themen aufzugreifen und kritisch zu beleuchten. Wir wollen nicht alles unzerkaut verdauen!

Nun weiß ich nicht wirklich, was David Kratz, der das Projekt als Lehrbeauftragter verantwortet, mit dem OR06-Watchblog ursprünglich beabsichtigt hat. Gut möglich, dass er seinen Studenten nur die technische Seite des Content-Managements mittels Weblog-Software vermitteln will und die Inhalte selbst von eher nachrangiger Natur sind. Davids Background als Webdesigner, Online-Marketer und Usability-Spezialist und seine Zuständigkeit im Curriculum des Studiengangs für Markup Languages, CMS und Content-Projekte lässt das sogar recht wahrscheinlich erscheinen, zumal er journalistisch bislang eher weniger auffällig geworden ist. Das könnte also eine Erklärung sein. Die andere ist zweifellos, dass die Studenten nicht freiwillig bloggen, sondern dazu verdonnert wurden, wie eine Studentin schon damals in den Kommentaren bemerkte.

ABER.

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