Tag Archives: Thomas Knüwer

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Fliegen in der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt

Malte vom Spreeblick zieht Deutschlands bekannteste Blogger mit so viel Schmackes durch den Kakao, dass die Schokosoße nur so spritzt. Marke: Wie würden Felix „ix“ Schwenzel, Stefan Niggemeier, Don Alphonso, MC Winkel und Robert Basic den Witz von der Fliege in der Suppe erzählen? Mein absoluter Favorit ist Alph Donsos Version. Die Lorbeeren gebühren in diesem Fall allerdings Frédéric, der herrlich mit Herrn Meyers prototypischen Satzbausteinen vom öffentlichen Ficken, dem Pfaffenhofener Flohmarkt, diverser Militaria, der New Economy und nackten Frauenfüßen jongliert. Nur den Zwetschgen-Datschi habe ich da noch vermisst. (Doch, doch, ich beobachte immer noch Alph Donsos rücksichtsloses Streben nach der absolutistischen Herrschaft über Klein-Bloggersdorf – obwohl er mich ja nach einer gefühlten Majestätsbeleidigung eigentlich aus seinem Reich verbannt hatte…)

Fehlt eigentlich noch der Knüwer Thomas. Ginge wohl ungefähr so:

Fliegen in der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt

„Wär will Pidsar bächtällen?“ Polia, die bulgarische Sekretärin, dreht mit dem Pizza-Döner-Hamburger-Zettel vom afghanischen Bringdienst an der Ecke ihre alltägliche Runde durch das Großraumbüro der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt. „Nicht schon wieder Pizza“, stöhnt Senior Consultant Lars und verdreht die Augen angewidert in Richtung Decke. Heute fällt sein Protest auf fruchtbaren Boden: „Au ja, gehen wir doch mal in diese neue Suppenbar, die ist gerade freaking hot in der Szene!“ Junior Consultant Tanja-Anja ist völlig aus dem Häuschen und auch Praktikantin Julia lässt sich sofort anstecken und beginnt so aufgeregt zu hüpfen, dass jeder Sprung ein wenig mehr von dem bis dahin von einer viel zu eng sitzenden Hüftjeans wenigstens leidlich bedeckten Pussy-Deluxe-String freilegt. „Stimmt. Der Laden hat echtes Upside-Potenzial. Jede Menge Hai Potänschels“, schnarrt schließlich auch Managing Partner Marcel zustimmend.

Zehn Minuten später sitzt die halbe Agentur auf harten Holzbänken über dampfenden Schüsseln. Einzig Marcel steht noch immer am Eingang und redet mit ausladenden Gesten auf eine Gruppe beanzugter Mittzwanziger ein. Ab und zu dringen ein paar Wortfetzen durch das Hintergrundbrummen und Besteckgeklapper, das die Suppenbar ausfüllt: „Hai Kommidmänd … wairäl widdjo … borderlains aggressiv auschecken…“

„Das ist soooo cewl hier“, flötet Julia. „Ab-so-lut“, nickt Tanja-Anja und pustet mit spitzen Lippen die Asia-Zitronengrassuppe mit Tofu, Reis und Kokosmilch auf ihrem lipgloss-verschmierten Löffel. Nur Lars blickt mit finsterer Miene in seine Schüssel und rührt übellaunig in seiner Indischen Möhrencreme mit Cashewkernen. „Sieht ja aus wie schonmal gegessen…“ Plötzlich werden seine Augen groß und er starrt ungläubig auf seinen Löffel. Sein Gesicht läuft rot an und er brüllt wutentbrannt: „Verdammte Sch…! Da schwimmt eine Fliege in meiner Suppe! Und sie zappelt sogar noch!“

Mit einem Mal ist es totenstill in der Suppenbar, alle Köpfe drehen sich in Richtung Lars. „No Panic“, gurrt das junge Mädchen mit den verwaschenen, einst roten Dreadlocks und dem Totenkopf-Nasenpiercing, das eben noch hinter dem Tresen stand und jetzt Lars kaugummikauend über die Schulter spickt, „die ist so klein, ey, die bringt dein Hüftgold schon nicht in Gefahr. Peace!“

„Na toll“, stöhnt Lars entnervt. „Noch jemand Lust auf Pizza?“

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Peter2.0 hat 'ne Supermeise

Peter2.0 hat ’nen Superstar. Glaubt aber, Diekmann-mäßig für ganz Deutschland sprechen zu dürfen. Darf er aber nicht. Oder wenigstens nicht für mich. Deshalb hab‘ ich meinen eigenen Superstar: Mit Erscheinen der neuesten Deutschen Blogcharts vom 2. Mai hat er das unsägliche Schlämmer-Blog sowie McWinkel und wirres.net hinter sich gelassen – herzlichen Glückwunsch an Thomas Knüwers Indiskretion Ehrensache! read more »

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[A]chtung, [C]ontent-[A]bgreifer: [P]iss off!

Für den Rezipienten sind Meta-News-Sites wie news.google.de oder Newsexpress eine praktische Sache: Fast wie am Zeitschriftenkiosk kann der tägliche Output der Presse nach dem gescannt werden, was gerade interessiert – nur ist die Auswahl größer, die Suche komfortabler und man spürt beim Anlesen nicht den finsteren Blick des Kioskbesitzers im Nacken, der einen dafür hasst, dass man alle Magazine mal angrabbelt, dann aber doch nichts kauft.

Verlage sind von dem Angebot der Suchmaschinen längst nicht immer so begeistert: Weil Google & Co. ungefragt die Newssites abgrasen und aus den Inhalten Kurzzusammenfassungen samt Bildmaterial generieren, entzünden sich immer wieder Streitigkeiten. Dem will der Weltverband der Zeitungen WAN (World Association of Newspapers) nun mit einem eigenen DRM-System begegnen: ACAP steht für „Automated Content Access Protocol“ und soll automatisch Informationen an Suchmaschinen-Crawler übermitteln, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen welche Inhalte genutzt werden dürfen. So wollen die Verlage die Kontrolle über ihren Content zurückgewinnen. read more »