Wie Jan Delay einmal etwas zur Krise der Verlagsbranche sagte

Okay, nicht direkt zur Krise der Verlagsbranche. Aber beinahe. Auf Vodafone Live hat der Rapper, der immer so lustig näselt, ein Interview zum Erscheinen seines neuen Albums “Wir Kinder vom Bahnhof Soul” gegeben. Das Gespräch dreht sich gleich zu Anfang um die Versäumnisse der Musikindustrie im und ihr Wehklagen über das Internet. Doch man muss nur wenige Worte austauschen, schon haben Jan Delays Worte auch für Verlage uneingeschränkt Gültigkeit.

Bist Du der Meinung, dass die Musikindustrie Verlagsbranche weiterdenken muss?

Ich halte sehr viel davon. Das hätte die Musikindustrie Verlagsbranche schon mal ein bisschen früher tun sollen, weil die haben sich immer auf ihrem Ruhm und ihrer Kohle ausgeruht und wenn dann jemand kam und gesagt hat: “Hey MP-3 das Internet wird alles verändern und ihr werdet Euch noch umgucken”, da haben sie am Anfang noch gelacht. Sie haben es aber nie für sinnvoll gehalten, mal irgendwie ihr Geld zu investieren, zum Beispiel in die Forschung, wie es andere Konzerne und Unternehmen eben auch machen, um mithalten zu können. Und als dann schlagartig alles zusammengebrochen ist, weil alle ne DSL-Leitung hatten, da haben sie sich umgeguckt und seitdem sind sie nur am jammern. Der einzige, der ein Alternativmodell gefunden hat, was irgendwie passt, ist nicht mal jemand der was mit der Musikindustrie Verlagsbranche zu tun hat. Apple Google haben auf einmal mit dem I-Pod AdWords und I-Tunes Google-News alles revolutioniert.

Der hat’s verstanden, der Jan. Warum dann nicht auch die anderen?

2 Comments

  • 8. August 2009 - 23:12 | Permalink

    Der gute Jan, da hat er nicht falsch gelegen. Und die anderen, das ist die Betonkopffraktion. Könnte man glatt mit der FIFA in einen Sack stecken, wo mit Durchschnittsalter 82 Jahre Videobeweise wie heute Hoffenheim gegen Bayern keine Chance haben und u.a. die Schiris die Dummen sind. So sind es bei der Musikindustrie die vielen Kreativen und die Käufer. Und bei den Verlagen?

  • 13. August 2009 - 22:29 | Permalink

    Der Ansatz ist wirklich genial – weiter so.

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